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Schicksal und Wesen der Dialektik

Dialektik ist so alt wie Philosophie… und die Welt, wenigstens seit HERAKLIT.

Aber der Konstrukt hat ein seltsames Schicksal: Neben der Allergie der angelsächsischen Welt darauf, denn Popper war nicht der alleinige Antagonist davon, konnte der Konstrukt ja kaum den Weg in die philosophischen Lehrbücher der meisten Universitäten der abendländischen Welt finden.

Dialektik als dialektische Lehre des dialektischen Materialismus wurde und wird politisiert, dogmatisiert und demonisiert.

Unter Dialektik versteht man u.a. 1/ allgemeine Entwicklungslehre des Denkens (Bewußtseins) und der materiellen Welt; 2/ dialektische Logik; 3/ dialektische Erkenntnislehre.

Diese dreien sollten angeblich im dialektischen Materialismus zusammenfallen, und zwar aufgrund der Einheit des Bewußtseins (Denkens) und der Realität.

Die Politisierung, Dogmatisierung und Demonisierung der Dialektik, die nahezu 2500 Jahre alt ist, scheint tatsächlich der Fall zu sein. Somit sollte sie rehabilitiert werden. Aber wie?

Aus meiner Sicht sollte man Dialektik mit solchen Adjektiven versehen wie „rationale“, „realistische“ und ähnliche. Oder?

Ich teile nämlich den Standpunkt des UTB Online-Wörterbuchs der Philosophie:

„Die voreilige Gleichsetzung aller dialektischen Argumentationsstrukturen mit der Ontotheologie Hegels hat Popper in seiner Abhandlung Was ist Dialektik? 1965 zu dem untauglichen Versuch veranlasst, die Dialektik aus ihrer seit Kant unbestrittenen transzendentalphilosophischen Verankerung zu lösen und in eine nach der Trial-and-Error-Methode arbeitende, empirisch-deskriptiv verfahrende Logik der Forschung umzuinterpretieren. Das der Dialektik entlehnte triadische Schema beschreibt dann nur noch die Aufeinanderfolge von Entwurf und Korrektur wissenschaftlicher Theorien. Der auftretende Widersprüche zwischen einer wissenschaftlichen Arbeitshypothese und neu hinzu gewonnenen Tatsachenerkenntnissen ist nach den Regeln der dem Fallibilismus verschriebenen deduktiven Forschungslogik aber nicht mehr Teil einer umfassenderen Wahrheit, sondern nur noch ein Signal für die Notwendigkeit, eine neue, brauchbarere Theorie zu entwickeln. Damit wird der dialektische Dreischritt auf eine den eigenen Anspruch zerstörende positivistische Methode der Theorienbildung reduziert“. 

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